Eine Toilette muss her

Da ich kurz nach dem Bootskauf auch noch als Bootstechniker angefangen hatte, verhalf mir dieses Arbeitsverhältnis dann noch zu dem einen oder anderen Teil aus dem Marinekatalog.

Das erste wichtige was geändert werden musste war der Einbau einer Bootstoilette. Geschichten wie andere Segler lediglich mit einem Eimer auf Fahrt gehen, hat dann doch ein klein wenig Ekel in mir erzeugt :/

Dafür benötigte es erstmal Platz. Da die Sitzbank und der kleine Schrank auf Steuerbord am vergammeln war, haben diese auch gleich ihre Daseinsberechtigung verloren.

 

Die Zierleisten auf Steuerbord werden für den Einbau demontiert.

Die Bodenplatte für die Toilette wurde vermessen, gesägt und angesetzt. Da der Toilettenplatz höheren Anforderungen gewachsen sein muss, habe ich mit marinefähigem Silikon (Pantera) und Edelstahlschrauben die Platte auf ihrer Position fixiert.

Ein kurzer Zutext zum Thema Edelstahlschrauben. Tolles Material und ab V2 rostsicher aber es ist keine Zugschraube. Die Reinheit des Edelstahls ist für ihre Festigkeit leider von Nachteil. Geschraubt sind sie aber qualitativ hochwertiger als einfache.

Nachdem die Bodenplatte fest fixiert ist, wurde aus Holz eine Trennwand zusammengebaut. Die obere Rundung der Trennwand abzumessen war schon ein wenig wackelig aber mit Hilfe eines Blatt Papiers, Krebband und einem Bleifstift konnte ich die genauen Rundungen für die Form nehmen. Nachdem die Trennwand mit einer Grundierung und 3 Schichten weißem Klarlack versiegelt war, wurde diese ebenfalls mit Pantera und Edelstahlschrauben befestigt.

Geklebt und geschraubt sollte es den Anforderungen eines Burritostuhlgangs bei Windstärke 8 entsprechen. ;D

Als nächstes habe ich aus einer Standardfalttür die man eigentlich zuhause verwendet, mit Korrektur der Länge der einzelnen Laschen zu einer Boots Wc Tür umfunktioniert. Als Sichtschutz reicht diese Tür, man weiß ja wer drauf ist 😉

Installation Toilette (ohne Bilder)

Die Toilette wurde mit Schrauben und Vibrationszwischenscheiben aus Gummi verbaut so das diese auch kleineren Vibrationen standhält. In diesem Fall lohnt es sich Schraube und Mutter mit etwas Schraubensicherung extra zu sichern. Schläuche sollten aus Sicherheitsgründen (Explosionsgefahr) aus gasbeständigem Material sein. Beim Befestigen der Schläuche werden auf jeder Seite 2 Schlauchzwingen verwendet (Explosionsgefahr). 1x rechtsdrehend und 1x umgekehrt anbringen und die Schlauchzwingen ganz leicht über fest drehen.

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