Der Mittellandkanal

Ja ich überspring die langweiligen Sequenzen .. um die Geschichte fortzusetzen. Erinner mich noch genau als ich den Elbe Seitenkanal verließ.. das stück auf der elbe … was war ich froh wo ich da wieder runter war.

 

Ja es hat sich eine Normalität gebildet.. zu begreifen das ich jetzt einfach jeden Tag 4 stunden fahren muss das ich nach hause komme.. vermisste meine mutter auch sehr da sie dieses und letztes und glaub auch noch vorletztes jahr sehr gesundheitlich gelitten hatte,..

Es gab keine Option zum Aufgeben… Ja da war ich doch einfach einmal sturköpfig .. ein ziel ein weg..

es war aber auch sehr hart.. die ersten tage bin ich unter frost gefahren .. das hat schon etwas weh getan .. einfach du musst dich nachts wie ali baba einpacken sonst krepierst du!!

 

Elbe Ahoi

In Teilabschnitten ging es nun weiter Richtung Süden. Das Schleusen wurde zur Gewohnheit und lief, da kaum Bootssportsverkehr, reibungslos ab.

Jetzt sollte ich aber merken das das Meer nicht das einzig gefährliche Gewässer ist. Abends wunderte ich mich noch das ich trotz offener Schleusenzeiten nicht mehr auf die Elbe weitergelassen wurde. Zum Glück!

Wie beschreibt man die Elbe am besten. Sie hat Tide was entweder nach Hamburg läuft oder eben zurück. Als ich am nächsten Morgen dann endlich geschleust wurde, merkte ich warum mich das Schleusenpersonal gebremst hatte. Bei einer Strömung von ca 12 – 15 km/h wäre ich gegen die Tide nicht angekommen und irgendwo gelandet. Anderstrum war es jetzt aber echt lustig da bis auf Segeln Brise nie solche Geschwindigkeiten erreicht hatte.

 

Lauenburg an der Elbe

Das Teilstück ging aber glücklicherweise relativ zügig durch und ich bog auf den Elbe Seitenkanal ein. Eigentlich war auch geplant am Ende des Seitenkanals die nächste Rast einzulegen aber der Schleuser bestand darauf das ich noch das Schiffshebewerk mitnehme.

Schiffshebewerk Scharnebeck

Das war auch die erste Schleuse die mir Respekt einbleute. Man kann sich vorstellen das man auf eine riesige Wanne fährt und diese komplett mit Wasser ca 20m in die Höhe gehoben wird. Ein Blick neber die Wanne sorgte dann für echtes Schwindelgefühl.

Nach dem Schleusen war das dann der nächste Rastpunkt und ich blieb für eine Nacht in Scharnebeck.

Jetzt oder Nie !

Ja da war es dann soweit. Brise war fertig umgebaut, die Route klar nur der Mut hat noch gefehlt. So wie es aber nun viele machen wenn sie eine große Aufgabe vor sich haben.. sie warten auf ein Zeichen.

In den Vorbereitungen hatte ich bereits mein Hausstand verschenkt/verscherbelt. Lediglich mit einer Grundausrüstung ging die Tour los. Ein Satz der mir die ganze Zeit durch den Kopf ging war was mir der Hafenmeister aus Bad Schwartau sagte.. den perfekten Zeitpunkt zum losfahren gibt es nicht.

Naja mein Zeichen war es als durch die Pandemie das Leben auf dem Schiff verboten wurde.. wie sinnvoll 🙁 Erste Teilstrecke war vom Travemünder Hafen bis zur ersten Schleuse. Dafür bin ich über Nacht nochmal von Schwartau nach Travemünde gefahren und hab eine Nacht schwarz gelegen. Der örtliche Hafenmeister war so begeistert von meinem Vorhaben das wir noch im Dunkeln Brise umgefahren haben und ich nichts bezahlen musste.

Muss gestehen vor lauter Angst das ich versage oder irgendwo liegen bleibe, habe ich die Nacht noch durchzecht und war auf eine letzte Runde in den Kneipen Travemündes. War das dann toll als ich morgens natürlich mit einem dicken Kopf aufgewacht bin und die Panik immer noch da war. Konsequenz ist aber irgendwie mein Steckenpferd ergo .. Jetzt oder Nie!

Travemünde so schön 🙂

Also wurde der Mast eingeklappt und es ging los. Erster Halt war die Schleuse Oberbüssau. Da war ich aber auch sehr froh darüber da die erste Anspannung etwas gefallen ist und der Schleusenmeister mir viele Tipps gab wie zb die Anfierleine (Leine von Bug zu Heck) besser ist zum Schleusen da ich mein Schiff wie eine Handtasche halten konnte

Schleuse Oberbössau

Danach gings weiter durch die Schleuse bei Bornmühle und Berkenthin wo ich dann zuletzt eine Rast über einen Tag machte und sich so langsam ein Fahrplan einstellte. Anfangs versuchte ich 6 Stunden Fahrt pro Tag abzuziehen, musste aber relativ zügig merken das mehr wie 4 Stunden pro Tag einfach nicht ging. Nicht weil ich es nicht wollte sondern einfach nur man hat ja noch einen Haushalt und es sollte ja auch keine Ralley werden.

 

 

Mal schnell ins Wasser

Ein Résumé vorweg.. man kann sowas mit viel mehr Ruhe machen. Ich nicht! xD

Abkleben und Grundierung drauf innerhalb von 1-2Tagen inklusive Bockstellen.

Antifouling doppelt streichen plus wieder ebenfalls die Bockstellen noch streichen 1-2 Tage.

Ein paar neue Batterien und verbrauchskrempel noch reingeklopft.. uund ..

schwupp im Wasser ist es 🙂

Was jetzt keiner sieht und was ich so schön für mich behalten habe.. Das Mädchen lief die ganze Saison über mit Wasser voll. Die Lenzpumpe hat mich nach den ersten drei Tagen endlich abgelöst da ich anfangs noch im 4 Stunden Rhytmus Wasser geschöpft habe.. durchgehend :/ Aber es ist der Beginn der ersten Runde mit mir und Brise wo ich vieles an ihr kennen lernen durfte was mir gefiel und was nicht. puttygen download Buy Zithromax

Danksagung DFSC PASSAT

An dieser Stelle möchte ich mich auch nochmal beim Deutsch Französichen Segelclub bedanken die mir in meiner ersten Saison mit Rat und Tat zur Seite standen.

  • April 2016 Boot vom Stellplatz zu meinem damaligen Arbeitgeber bringen. (Danke Bruno)
  • April 2016 Boot im Schlepptau vom Fischereihafen zum Vereinssteg (Danke Bruno und Karsten)
  • April 2016 Motor zum Laufen gebracht. (Danke Reinhard)
  • Mast legen und stellen da immer mal was nicht richtig war (Danke Markus pizza kurier bern , Karsten, Reinhard und noch ein paar nette Vereinsmitglieder von denen ich aber nicht mehr den Namen weiß 😀
  • Lehrgang im Segeln „Den Wind sehen können“ (Danke Bruno)
  • Stellplatz im Tausch für die Instandhaltung, Pflege des Vereinsstellplatzes (Danke DFSC)
  • Viele Schöne Momente mit Spaß und Action – Danke DFSC 🙂

Vieles hätte ich so nicht hinbekommen 🙂